Aktuelles

TOGETHER

HEIKO SIEVERS - KONSTANTIN VOIT
Berlin/Mannheim
Konzeptkunst/Zeichnung/Malerei

Eröffnung: Donnerstag, 12.April, 19.00 Uhr
Einführung: Dr. Elke Ullrich, Wiesbaden

Die Ausstellung ist während der Kurzen Nacht der Galerien und Museen am 14. April 2018 bis nach Mitternacht geöffnet. Die Abschlussparty der Kurzen Nacht findet im Bellevue-Saal statt. Weitere Hinweise unter www.kurze-nacht.de.

TOGETHER – Zwei Künstler. Zwei Systeme.

Der eine – Konstantin Voit - hat ‚Das System‘ zur Kunstform erhoben, arbeitet seit fast 25 Jahren an seiner Blätter- und Objektesammlung ‚1000 Blatt zur Ewigkeit‘ – die persönliche Ikonografie eines Lebens. Eine Art Tagebuch, gleichzeitig Ideensammlung und Inspiration für seine Malerei. In losen Abständen immer wieder der Öffentlichkeit gezeigt, wurde das sogenannte ‚Kernsystem‘ – ein Auszug von 248 Elementen aus dem über 1000 Teile umfassenden Werk – im Herbst 2016 im ‚Port25 – Raum Für Gegenwartskunst‘ in Mannheim im Rahmen der Ausstellung ‚Timelines‘ präsentiert. Zum ersten Mal als Wandinstallation, während es ansonsten meist auf dem Boden lag. Der andere – Heiko Sievers - zeichnet Pilze. Seit acht Jahren kontinuierlich. Die ganze Welt als ein einziger Pilz. Etwa 1800 Zeichnungen sind bis heute entstanden, das entspricht von einem schnitt von fast einer Zeichnung täglich. Auch hier: Manie, beinah Wahnsinn. Schier unerschöpfliche Quellen, die permanent angezapft werden. Das Festhalten am selbst auferlegten Thema. Die Verwandlung alltäglichen Erlebens in Kunst, gefiltert durch die Pilze- Brille. Eine Myzel, die sich immer weiter verzweigt und ausdifferenziert. Die Verknüpfung der beiden Systeme geschah im Frühjahr 2017. Da hatte Heiko Sievers eine Ausstellung in der Strümpfe-Galerie, Mannheim und Konstantin Voit kaufte dem Zeichner das Blatt ‚together‘ ab, das er seinem System angliederte. Das Blatt ‚together‘ passte besonders gut, da hier die Gesamtheit der Systemelemente benannt wird. Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile. Ein Prinzip, das umbenannt war und von nun an durch die Zeichnung ‚together‘ symbolisiert wird. So kommt diese Zeichnung an einer spezifischen Stelle des Systems zum Einsatz und kann dort ihre Wirkung und 2 Aussagekraft entfalten. Ähnlich funktionieren weitere Blätter des Systems: Was fehlt, wird in Form gebracht und dem System angegliedert. Die Idee einer gemeinsamen Ausstellung entstand kurz darauf. Ein beinahe logischer Schritt, da sich die Präsentationsformen beider Künstler bereits ähneln. Hier wie dort Blätter, Rahmen, Gegenstände – fein sortiert in Reih und Glied. Dutzende, Hunderte davon, alle mit dem nötigen Abstand – kompakte Blöcke, irgendwo zwischen A4 und A3 pendelnd. Wird bei Konstantin Voit mehr auf die Vielfalt der Ausdrucksmöglichkeiten geachtet und quasi ein ‚System der Systeme‘ geschaffen, geht Heiko Sievers mit seinen Pilzen in die Tiefe. Ein Motiv, ein Thema, ein einzelner Punkt wird hundertfach durchgespielt, bearbeitet und immer weiter intensiviert. Ganz ähnlich, wie das Konstantin Voit an anderer Stelle seines Systems mit der ersten Kindermalschablone gemacht hat. Tausende Schablonen folgten und seit 1995 arbeitet er damit kontinuierlich seine ‚Malfabrik‘ aus.


PHILOSOPHISCHES CAFE – LUST AM DENKEN

Leitung: Dr. Christian Rabanus, Institut für Phänopraxie,
Bellevue-Saal, Wilhelmstraße 32, 65183 Wiesbaden

Samstag, 7. April 2018

Jeweils von 16.00 bis 18.00 Uhr.
Um einen Unkostenbeitrag von 5,00 € wird gebeten.

Digitalisierung - Was ist das eigentlich und was macht der Rückzug des Analogen mit uns und der Welt?

Digitalisierung ist einer der großen Schlagworte der öffentlichen Diskussion der letzten Monate. Im Zusammenhang mit den diversen Sondierungs- und Koalitionsverhandlungen ist jüngst kaum ein politisches Interview oder eine politische Talkrunde ohne die Abarbeitung an dem mit diesem Schlagwort verbundenen Thema ausgekommen. Aber nur dadurch, dass ein Begriff besonders oft verwendet wird, ist noch nie die Bedeutung dieses Begriffs deutlicher geworden.

So zeigt sich auch in dieser Diskussion ein Missverhältnis: In der unterschiedlichen Verlautbarungen, in denen es um Digitalisierung geht, wird selten überhaupt der Versuch unternommen zu erörtern, was Digitalisierung ist, bzw. was mit Schlagwort „Digitalisierung“ gemeint sein könnte. Auch im kürzlich unterzeichneten Koalitionsvertrag ist zwar viel von Digitalisierung die Rede, es findet sich aber kaum eine Passage, aus der hervorgeht, was die unterzeichnenden Parteien eigentlich unter Digitalisierung verstehen. Es sieht so aus, als ob vorausgesetzt würde, dass das einheitliche Verständnis von „Digitalisierung“ eine Selbstverständlichkeit wäre – was den Boden für Missverständnisse bereitet.

Die Lust am Denken Anfang April soll nun genau diese Lücke schließen: Nachdem auf der Veranstaltung Anfang Februar dem Phänomen „Technik“ nachgegangen worden war, soll nun mit der Digitalisierung eine der Formen moderner Technik in den fragenden Blick genommen werden, die unser tägliches Leben immer stärker bestimmt. Dabei steht neben dem Versuch einer begrifflichen Klärung, die notwendigerweise auch ein paar technische Details wird beinhalten müssen, vor allem die Frage nach dem gesellschaftlichen und humanistischen Veränderungspotential von Digitalisierung auf dem Programm.

Ziel ist – wie immer bei der Lust am Denken – ein besseres Verständnis unserer Welt und die Entdeckung von Möglichkeiten, sich in und zu ihr zu verhalten – sei es nun ganz altmodisch analog, oder eben modern digital.

 

 

 

 





Bewerbungsfristen

für Stipendien

bis zum 31. 5. 2018

für Ausstellungen

bis zum 30. 6. 2018

Bewerbungen senden an:
Kunsthaus
"Bewerbung Bellevue-Saal"
Schulberg 10
65183 Wiesbaden


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