SURPLUS

Die Vernissage findet am Donnerstag, den 21. November um 19.00 Uhr statt. Die Einführung hält Andrea Caroline Kepler, Kuratorin District Berlin.

Ein Künstlergespräch findet am Samstag 14.Dezember um 16.00 Uhr statt.

Die Finissage findet am Sonntag 22. Dezember um 16.00 Uhr statt.

Jeronimo Voss ist der derzeitige Stipendiat des Kunstverein Bellevue-Saal.

In der Ausstellung SURPLUS widmet er sich der Überschussproduktion im gegenwärtigen Bauboom des Rhein-Main-Gebiets. Ausgangsmaterialien für seine Installation findet Voss sowohl in gegenwärtigen Baustellenkonstruktionen und Architekturansichten seiner städtischen Umgebung wie auch in Filmfragmenten der Avantgarde-Künstlerin Ella Bergman-Michel, die in den frühen 1930er Jahren innerhalb der Gruppe „Das Neue Frankfurt“ die Arbeitsgemeinschaft für unabhängigen Film gründete.

Derzeit erwartet Frankfurt am Main den Brexit-Boom und investiert darin, London als europäisches Finanzzentrum abzulösen. Überschüssiges („Surplus“)-Kapital – das immer weniger profitable Anlagemöglichkeiten in der Produktion findet – trifft hier, im Immobiliensektor der wetteifernden Zentren, auf einen steigenden Überschuss an prekären Arbeitskräften. Gemeinsam errichten dieses Surplus an Kapital und Arbeit ein dichtes Gefüge neuer Hotels, Büroflächen und hochpreisiger Wohntürme. Aktuell werden in Frankfurt am Main 33 neue Hochhäuser gebaut, maßgeblich von sogenannten Wanderarbeitern, die in einfachsten Sammelunterkünften außerhalb des Zentrums leben. Dabei wiederholen Architektur-Renderings auf Bauzaunplanen die immer gleichen Versprechen auf Erneuerung und verkleiden zugleich die hindurch schimmernde Realität prekärer Arbeitsverhältnisse, steigender Mieten und ungenutzter Leerstände.

Jeronimo Voss übersetzt dieses Material in eine narrative Installation, die sich mit dem Verhältnis von Zentrum und Peripherie, Aufwertung und Ressource, Vorder- und Hintergrund sowie Gegenwart, Zukunft und Geschichte auseinandersetzt. In der Ausstellung SURPLUS konstruiert Voss optische Silhouetten in Meshnetz-Vinyl. Bilder, Notizen und Satzstrukturen kommentieren computergenerierte Architekturmodelle, Fotografien und filmische Fragmente auf der Suche nach lebens- und alltagsfähigen Zusammenhängen in der städtischen Gegenwart.



Wiesbadener Erklärung der Vielen

Der Kunstverein Bellevue-Saal gehört zu den Unterzeichnern der „Wiesbadener Erklärung der Vielen“.

„In Wiesbaden leben 291 000 Menschen aus über 160 Nationen und fast 50.000 haben einen Migrationshintergrund. Um die Diversität unserer Gesellschaft abzubilden und Begegnungen zu fördern, bieten wir Raum für Vielfalt und Diversität und wehren uns gegen Spaltung, Ausgrenzung und Abwertungen von Minderheiten, gegen Rassismus, Homo- und Transphobie, Frauenfeindlichkeit, Antisemitismus, Islamophobie und völkisch-nationalistisches Gedankengut.
...
Die Unterzeichnenden wenden sich mit dieser gemeinsamen Haltung an die Öffentlichkeit und orientieren sich in ihrer Arbeit an den erklärten Prinzipien. Sie verpflichten sich zu gegenseitiger Solidarität mit Kultureinrichtungen und Kulturschaffenden, mit Wissenschaftsinstitutionen und Wissenschaftler*innen, die durch Hetze und Eingriffe in die Freiheit der Kunst, Kultur und Wissenschaft unter Druck geraten."

Wiesbadener Erklärung der Vielen


Kulturkiosk

Wolfgang Gemmer, 1. Vorsitzender des Kunstvereins Bellevue-Saal, im Interview mit Axel Pfeiffer. Das Interview fand anlälich der Jubiläumsausstellung MICHA LAURY - HUMAN BREATH statt.

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LUST AM DENKEN - Das philosophische Café

Leitung: Dr. Christian Rabanus

(Zeichnung: Karin Hoerler)

7. Dezember 2019

16.00 bis 18.00 Uhr, im Kunstverein Bellevue-Saal, Wilhelmstraße 32, Wiesbaden.
Um einen Beitrag von 5 Euro zur Deckung der Ausgaben wird gebeten.







Bewerbungsfristen

für Stipendien

bis zum 31. 5. 2019

für Ausstellungen

bis zum 30. 6. 2019

Bewerbungen senden an:
Kunsthaus
"Bewerbung Bellevue-Saal"
Schulberg 10
65183 Wiesbaden


Der Kunstverein

1:1 – Unser Konzept

Das Ausstellungskonzept des Kunstvereins

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Ausstellungsarchiv

Das Ausstellungsarchiv des Vereins ab dem Jahr 2000

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Kunst statt Speisen

Die abwechslungsreiche Geschichte des Bellevue-Saals
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Der Vorstand

des Kunstverein Bellevue-Saal