VOM BEGREIFEN DER WELT – ARBEITEN VON JENS RAUSCH UND WULF WINKELMANN

Der Kunstverein Bellevue-Saal hat gerade zur Zeit des Nichtreisenkönnens üppig angerichtet: Berge, Täler, Meere, Landschaften, die von dem Wiesbadener Maler WULF WINKELMANN und dem in Hamburg beheimateten JENS RAUSCH stammen.

Ihre Themen sind gleich, und alles versteht sich als Malerei. Bei aller Unterschiedlichkeit in der Anmutung der künstlerischen Positionen von JENS RAUSCH und WULF WINKELMANN wird anhand ihrer jeweiligen Auseinandersetzung und Herangehensweise mit und an das Thema Natur vor allen Dingen eines deutlich: Beiden Künstlern geht es nicht nur um die Erschaffung eines eigenen künstlerischen Kosmos', sondern vielmehr um den Gedanken, das Wesen der Natur selbst durch ein prozesshaftes künstlerisches Arbeiten und die hierfür verwendeten Materialien zu begreifen – und das im wahrsten Wortsinn: Denn beide Künstler zeigen Werke, die insbesondere durch ihre ausgeprägten haptischen Oberflächenstrukturen auffallen.

 

AUSSTELLUNG: Donnerstag, 4. März bis 4. April 2021.
ERÖFFNUNG: Donnerstag, 4. März 2021, 19 Uhr, es gelten die tagesaktuellen Corona-Richtlinien.

 

Falls die Ausstellung nicht besichtigt werden kann, wird ein Videobeitrag auf dieser Webseite zumindest einen Eindruck von Kunst und Künstlern vermitteln. Hier werden auch aktuelle Informationen zum geplanten Künstlergespräch und zu eventuellen Programmergänzungen veröffentlicht.

 

JENS RAUSCH und WULF WINKELMANN eint eine philosophische und nicht zuletzt sogar ein romantischer Blick auf die Natur. Ihre individuelle Suche nach einem Erfassen, einem »Begreifen« der Welt durch den künstlerischen Akt verbindet beide Künstler und die Komplexität ihrer Werke.

Ausführlichere Informationen finden Sie auch auf den jeweiligen Webseiten der beiden ausstellenden Künstler:

www.jensrausch.de
www.wulfwinckelmann.de


AKTUELLE AUSSCHREIBUNG – FÖRDERPROGRAMM NEUSTART

Im Rahmen des Bundesprogramms NEUSTART KULTUR der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien setzen der BBK-Bundesverband und der Deutsche Künstlerbund das Teilprogramm "NEUSTART für Bildende Künstlerinnen und Künstler" um.

Vom 1. bis zum 28. Februar 2021 findet die 2. Ausschreibung der Module A und B des Förderprogramms statt.


Antragsberechtigt sind professionell arbeitende Bildende Künstlerinnen und Künstler mit Wohnsitz in Deutschland. Immatrikulierte an einer Hoch- oder Fachhochschule sind von der Antragstellung ausgeschlossen.
Die Antragstellung erfolgt ausschließlich online. Sie finden das Antragsformular sowie alle Informationen auf unserem Internet-Portal https://www.bbk-bundesverband.de/projekte/neustart-kultur

 

Modul A: DIGITAL-GUTSCHEIN (BBK)

Mehr Informationen gibt es hier:
https://www.bbk-bundesverband.de/projekte/modul-a

 

Modul B: MENTORING (BBK)

Mehr Informationen gibt es hier:
https://www.bbk-bundesverband.de/projekte/modul-a-1


HUT AB – 100 JAHRE BEUYS

Interaktive Kunst zu Corona-Zeiten ist schwierig, aber nicht unmöglich.

Im Januar startet mit „HUT AB - 100 JAHRE BEUYS“ eine Aktion von CHRISTINE PACHOLAK entwickelt, an der sich Schulen, Künstler*innen und Institutionen beteiligen können. Projektpartner/innen sind: die Kinder- und Jugendgalerie Wiesbaden, das Harlekinaeum, der Campus Klarenthal, IGS Kastell, Sophie und Hans Scholl-Schule, „Kunst und Drama“ und der Kunstverein Bellevue Saal e.V.

Eine Eröffnungsausstellung im Kunstverein Bellevue-Saal wollte analog und im persönlichen Austausch über den Künstler, Pädagogen, Provokateur, Politiker und Mensch Joseph Beuys informieren, der am 12.Mai 2021 seinen 100.Geburtstag feiern würde.

Das interaktive Ausstellungskonzept wird nun in ein digitales Format übertragen, Video und Bilddokumentationen sind geplant.

Beuys' Theorien zum „erweiterten Kunstbegriff“ sind legendär. Die Formel „Kunst = Kapital“ ist in der Kunstgeschichte genauso bekannt wie seine Feststellung „Jeder Mensch ist ein Künstler.“

In Zusammenarbeit mit der JOHANNES GUTENBERG-UNIVERSITÄT MAINZ und der KINDER- und JUGENDGALERIE der STADT WIESBADEN hat CHRISTINE PACHOLAK ein pädagogisches Programm entwickelt.

>>>>> link zum Video

Für Schulen wird es 2021 die Gelegenheit geben, sich „Beuys-Koffer“ für den Unterricht auszuleihen. Die ersten Arbeiten zum Thema haben Schüler*innen in Zusammenarbeit mit der Künstlerin Alexandra Deutsch am Campus-Klarenthal bereits fertiggestellt. Unter dem Motto „Hut ab - 100 Jahre Beuys“ sind Aktionen für das gesamte Jahr geplant und werden hoffentlich in der ein oder anderen Form umgesetzt werden können.

 

In diesen Zeiten hat nichts Bestand, verehrte Kunstinteressierte, außer dass es schwierig ist, konkrete Planungen zu machen und Termine einzuhalten.


PANTA RHEI' – ALLES IST IM FLUSS

STIPENDIUM – TITUS GRAB
Installation, Objektkunst, Zeichnung, Skulptur

Vom 20. August bis 20. September zeigt der Kunstverein Bellevue-Saal Wiesbaden die erste Ausstellung nach der pandemiebedingten Kunstpause, Arbeiten des Wiesbadener Künstlers TITUS GRAB, der im vergangenen Jahr zum Stipendiaten des Kunstvereins Bellevue-Saal gewählt wurde.

Die Ausstellung ist mit dem auf Heraklit (Philosoph auf Ephesos, 550-480 v. Chr.) Bezug nehmenden Titel "PANTA RHEI’ – Alles ist im Fluß" überschrieben und zeigt Installationen, Objekte und Skulpturen von TITUS GRAB sowie eine Klanginstallation des Komponisten und Musikers Cornelius Hummel.


 

AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG: Donnerstag, 20. August 2020, 19 Uhr
EINFÜHRUNGSREDE: Bernd Brach
KÜNSTLERGESPRÄCH: Sonntag, 6. September 2020, 16 Uhr, mit Bernd Brach.
Desweiteren wird der Künstler Mittwochs von 17 bis 18 Uhr anwesend sein.
FINISSAGE: Sonntag, 20. September, 16 Uhr


Zur Finissage wird TITUS GRAB im Rahmen einer Vorablesung seinen Buchbeitrag "Über das Mäandern als gestaltende Kraft. Gedanken zu Covid 19 in der Bildenden Kunst" vorstellen. Er soll noch in diesem Jahr in der Publikation "Solidarität und Armut in Zeiten von Corona..." erscheinen. Weitere Autoren der Publikation sind u. a. Jochen Brühl, Vorsitzender der „Tafeln Deutschland“, Heidemarie Wieczorek-Zeul, ehemals Bundesministerin, Miriam Groß, Pfarrerin der deutschsprachigen evangelischen Gemeinde in New York, und der Armutsforscher Professor Christoph Butterwegge.

Der Soziologe und Leiter der Forschungsstelle Terrorismus/Extremismus beim BKA, Dr. Uwe E. Kemmesies, wird das Buchprojekt erläutern, das er zusammen mit dem Mainzer "Obdachlosenarzt" Dr. Gerhard Trabert herausgeben wird.

Während der Veranstaltungen gelten die tagesaktuellen Corona-Richtlinien.


ANNEX_GRAFISCHE ARBEITEN, RÄUME & KONSTRUKTIONEN

STEFAN SEELGE & PAUL SCHUSEIL zeigen im Bellevue-Saal vom 5. März bis 5. April ihre gemeinsame Ausstellung ANNEX. Sie zeigen grafische Arbeiten, Räume und Konstruktionen.

AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG: Donnerstag 5. März 2020, 19 Uhr
EINFÜHRUNGSREDE: Dr. Gabriele Rasch
FINISSAGE MIT KÜNSTLERGESPRÄCH: Sonntag 5. April 2020, 16 Uhr (ohne Publikum)

ANNEX ist ein Synonym für Anhang, Zubehör, Ergänzung und neben dem Ausstellungstitel auch ein Charakteristikum der gezeigten Arbeiten. Es handelt sich um grafische Arbeiten, Räume und Konstruktionen, die geprägt sind durch Leerstellen, Umräume, Zwischenräume sowie polybiomorphe Details. Viele der Arbeiten haben eine angedeutete Benutzbarkeit und Figuration, wodurch Betrachter*innen verführt werden Haltung ein-/anzunehmen und sich deutlich dem Unklaren zu stellen. Die Künstler spielen mit Bezügen einer Zeit, die sich der Selbstoptimierung und Funktionalität verschrieben hat und lassen vermeintliche „Fehler“ in den Werken explizit stehen.

Die beiden Künstler lernten sich 2016 in der Klasse für Bildhauerei von Prof. Thomas Grünfeld an der Kunstakademie Düsseldorf kennen, wo sie im selben Atelier arbeiteten, dieselben Werkstätten nutzen, das selbe „dürftige“ Mensaessen aßen und als Meisterschüler abschlossen. 

Mit der Ausstellung ANNEX zeigen beide Künstler im Kunstverein Bellevuesaal sowohl aktuelle Arbeiten aus ihrem Œuvre, als auch erst im Zuge der Ausstellung entstandene Werke.

>> zum Video

Weitere Informationen über die beiden Künstler und ihre Werke gibt es im Internet unter den Social-Media-Accounts der beiden Künstler.



Wiesbadener Erklärung der Vielen

Der Kunstverein Bellevue-Saal gehört zu den Unterzeichnern der „Wiesbadener Erklärung der Vielen“.

„In Wiesbaden leben 291 000 Menschen aus über 160 Nationen und fast 50.000 haben einen Migrationshintergrund. Um die Diversität unserer Gesellschaft abzubilden und Begegnungen zu fördern, bieten wir Raum für Vielfalt und Diversität und wehren uns gegen Spaltung, Ausgrenzung und Abwertungen von Minderheiten, gegen Rassismus, Homo- und Transphobie, Frauenfeindlichkeit, Antisemitismus, Islamophobie und völkisch-nationalistisches Gedankengut.
...
Die Unterzeichnenden wenden sich mit dieser gemeinsamen Haltung an die Öffentlichkeit und orientieren sich in ihrer Arbeit an den erklärten Prinzipien. Sie verpflichten sich zu gegenseitiger Solidarität mit Kultureinrichtungen und Kulturschaffenden, mit Wissenschaftsinstitutionen und Wissenschaftler*innen, die durch Hetze und Eingriffe in die Freiheit der Kunst, Kultur und Wissenschaft unter Druck geraten."

Wiesbadener Erklärung der Vielen


Kulturkiosk

Wolfgang Gemmer, 1. Vorsitzender des Kunstvereins Bellevue-Saal, im Interview mit Axel Pfeiffer. Das Interview fand anläßlich der Jubiläumsausstellung MICHA LAURY - HUMAN BREATH statt.

>> zum Video







Bewerbungsfristen

für Stipendien

bis zum 30. 4. 2021

für Ausstellungen

bis zum 30. 5. 2021

Bewerbungen senden an:
Kunsthaus
"Bewerbung Bellevue-Saal"
Schulberg 10
65183 Wiesbaden


Der Kunstverein

1:1 – Unser Konzept

Das Ausstellungskonzept des Kunstvereins

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Ausstellungsarchiv

Das Ausstellungsarchiv des Vereins ab dem Jahr 2000

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Kunst statt Speisen

Die abwechslungsreiche Geschichte des Bellevue-Saals
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Der Vorstand

des Kunstverein Bellevue-Saal