Aktuelles

Nadja Schöllhammer, Berlin
Zeichnungen, Malerei, Installation, 2017

Ausstellungseröffnung: Donnerstag, 1. Juni, 19.00 Uhr
Einführung: Ulrich Meyer-Husmann

Nadja Schöllhammer, 1971 in Esslingen geboren und inzwischen in Berlin lebend und arbeitend, ist derzeit Stipendiatin des Kunstvereins Bellevue-Saal in Wiesbaden. Sie schließt ihren Aufenthalt mit dieser Einzelausstellung ab.

Nadja Schöllhammer arbeitet mit der Verwandlungsfähigkeit des menschlichen Bewusstseins und überträgt diese Eigenschaft auf Material und Raum. Charakteristisch für ihre künstlerische Arbeit sind opulente, raumgreifende Installationen aus bezeichneten und geschnittenen Papierbahnen, die eine ausgesprochen plastische Wirkung entfalten.

Nadja Schöllhammer versteht sich als Zeichnerin. Linien in unterschiedlichen Ausprägungen sind bestimmendes Element ihrer Werke: sowohl mit Tusche gezeichnete Linien als auch Strukturen, die sie aus Verbindungen von geschnittenem Papier, Acrylfarben und Silikon entwickelt. Durch solche Kunststoffe stabilisiert, wuchern die Liniengeflechte von den Wänden auf den Boden und greifen von dort aus in den Raum. Neben Verdichtungen und Überlagerungen gibt es höhlenartige Öffnungen, sodass Raumfluchten entstehen, in die man schauen, aber nicht eintreten kann. Gegenständliche Bezüge, maskenhafte Fratzen sind darin eingewoben. So scheint eine eigenartige HINTERWELT auf, die an manchen Stellen wie ein Einblick in körperhaftes Adergeflecht wirkt, an anderen Stellen wahnhafte Gebilde hervorzubringen scheint. Physische, organische und mentale Räume durchdringen sich wechselseitig.

Nadja Schöllhammer hat zunächst Romanistik und Germanistik in Stuttgart und Madrid studiert, bevor sie 1996 ein Studium der Bildenden Kunst an der Universität der Künste Berlin aufnahm, das sie 2003 als Meisterschülerin abschloss. Verschiedene Lehraufträge, Gastprofessuren und Stipendien führten sie nach Japan, Kolumbien, Marokko und Mexiko. Dabei galt ihr Forschungsvorhaben in Kolumbien der Transformation des Lebendigen in den präkolumbianischen Künsten und Religionen und in Mexiko den mexikanischen Totenkulten und Bildwelten des Todes.

Schöllhammers Werke sind international an renommierten Orten zu sehen, wie jüngst im Arp Museum Rolandseck, im Marta Herford Museum oder im ARTER Space for Art in Istanbul. Für ihr künstlerisches Werk hat sie zahlreiche Auszeichnungen und Förderungen erhalten, u. a. vom Künstlerhauses Schloss Balmoral (Kunstpreis 2015), vom Berliner Senat, von der Akademie Schloss Solitude Stuttgart und vom Kunstfonds Bonn.

 

PHILOSOPHISCHES CAFE – LUST AM DENKEN

Leitung: Dr. Christian Rabanus, Institut für Phänopraxie,
Bellevue-Saal, Wilhelmstraße 32, 65183 Wiesbaden

Das ist doch logisch – oder?
Die Kunst der Argumentation. Oder: Was eigentlich ist „logisch“?
In unserer immer komplexer gewordenen Welt wird die Unterscheidung von hohlen Versprechungen und ernst zu nehmenden Ankündigungen, von Lügen und wahren Aussagen, von Scheinargumenten und triftigen Schlüssen immer schwieriger. Oft sind die Fakten nicht klar, noch viel öfter ist die Interpretation der Fakten sehr schwierig und hin und wieder werden all diese Probleme geflissentlich ignoriert, um scheinbar einfache Lösungen präsentieren zu können.
Um sich selbst in dieser unübersichtlichen Gemengelage nicht um Kopf und Kragen zu reden und auch einschätzen zu können, wann vorgetragene Argumentationen schlüssig oder schlicht falsch sind, ist es hilfreich, sich Gedanken zu machen über ein paar Grundregeln der Argumentation, des Für-Wahr-Haltens und des Überzeugens; dieses umsetzen ist das Ziel der hier angekündigten Veranstaltung der Reihe Lust am Denken.
Dabei wird zunächst eine Klärung versucht werden, was überhaupt ein Argument und eine Argumentation ist und welche Formen von Argumentationen man in der Geschichte der Philosophie unterscheidet. Der Begriff der Logik und der Begriff „logisch“ wird dann genauso in den Blick genommen wie die Unterscheidung zwischen argumentativer Schlüssigkeit und empirischer Wahrheit. Die Differenz zwischen Glauben, Meinen und Wissen wird thematisiert werden. Schließlich soll durch einen Blick in Texte und Reden aktuell amtierender Politikerinnen und Politikern beispielhaft der Umgang mit Argumentation und der Stellenwert von Argumentation in unserer Gesellschaft veranschaulicht werden.

Samstag, 3. Juni 2017
Samstag, 5. August 2017
Samstag, 7. Oktober 2017
Samstag, 2. Dezember 2017

Jeweils von 16.00 bis 18.00 Uhr.
Um einen Unkostenbeitrag von 5,00 € wird gebeten.





Bewerbungsfristen

für Stipendien

verlängert bis zum 31. 5. 2017

für Ausstellungen

bis zum 30. 6. 2017

Bewerbungen senden an:
Kunsthaus
"Bewerbung Bellevue-Saal"
Schulberg 10
65183 Wiesbaden


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Das Ausstellungskonzept des Kunstvereins


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