Aktuelles

 

PHILOSOPHISCHES CAFE – LUST AM DENKEN

Leitung: Dr. Christian Rabanus, Institut für Phänopraxie,
Bellevue-Saal, Wilhelmstraße 32, 65183 Wiesbaden

Das ist doch keine Kunst!
Oder doch?

Samstag, 5.8.2017, 16-18 Uhr
Wer auf der Dokumenta 14 in Kassel die Neue Neue Galerie besucht, findet dort eine Videoarbeit von der Initiative „Die Gesellschaft der Freund_innen von Halit“, in der der Tathergang des Mords an Halit Yozgat nachgezeichnet wird und in der die Zeugenaussagen des Mitglieds des hessischen Verfassungsschutzes, der etwa im gleichen Zeitraum ebenfalls in diesem Internetcafé war, analysiert werden. Halit Yozgat war das neunte Opfer des sog. Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU) und wurde am 6. April 2006 in dem von seiner Familie betriebenen Internetcafé in der Kasseler Nordstadt ermordet; der Tatort liegt unweit der Neuen Neuen Galerie. Hätte man diese Arbeit im Fernsehen in einem Beitrag über den NSU-Komplex gesehen, man wäre nicht auf Idee gekommen, dass diese Arbeit auch auf einer Kunstausstellung gezeigt wird.
Diese Arbeit ist nicht die einzige auf der diesjährigen Dokumenta, die stark dokumentarischen Charakter hat und sich mit aktuellen oder historischen gesellschaftlich-politischen Themen beschäftigt. Arbeiten dieses Charakters finden sich aktuell in Kassel auch an anderen Ausstellungsorten. Und auch auf anderen Ausstellungen zeitgenössischer Kunst sind Arbeiten keine Seltenheit, bei denen die Grenze zwischen Dokumentation, Reportage, Kunst und teilweise auch Agitation zu verschwimmen scheinen.

Die Frage, warum solche Arbeiten für die Präsentation auf einer Kunstausstellung ausgewählt wurden und werden, führt schnell zu einer Reihe weiterer Fragen:
- Was qualifiziert eine Arbeit zu Präsentation im Kunstkontext? Oder mit anderen Worten: Was ist Kunst, bzw. wann ist Kunst?
- Welche gesellschaftliche Rolle kann oder sollte Kunst heutzutage spielen?
- Was folgt daraus – wenn überhaupt irgendetwas – für die Beteiligten im Kunstkontext, also z.B. für Künstlerinnen und Künstler, für Kuratorinnen und Kuratoren, für Galeristinnen und Galeristen, für Kunstbetrachterinnen und -betrachter, für Kunstkäuferinnen und -käufer? Auch wenn es sicherlich nicht möglich sein wird, auf der Veranstaltung Anfang August eine Antwort auf all diese Fragen zu finden, sollen sie doch angesichts diesjähriger künstlerischer Großereignisse wie der Dokumenta 14 in Kassel und der 57. Kunstbiennale in Venedig diskutiert werden.

Samstag, 5. August 2017
Samstag, 7. Oktober 2017
Samstag, 2. Dezember 2017

Jeweils von 16.00 bis 18.00 Uhr.
Um einen Unkostenbeitrag von 5,00 € wird gebeten.





Bewerbungsfristen

für Stipendien

verlängert bis zum 31. 5. 2017

für Ausstellungen

bis zum 30. 6. 2017

Bewerbungen senden an:
Kunsthaus
"Bewerbung Bellevue-Saal"
Schulberg 10
65183 Wiesbaden


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